Modul AGRD Allgemeine BW-Grundlagen
Das Modul besteht aus neun Teilen:
Studieren Lernen,
Statistik und mathematische Grundlagen,
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre,
Organisation,
Wirtschaftsprivatrecht,
Volkswirtschaftslehre,
Arbeitsrecht,
Anwendung betriebswirtschaftlicher Methoden,
Wirtschaftsenglisch.
Im ersten Teil, Studieren Lernen, erhält der Studierende eine grundlegende Einführung zum Studium an der FH Würzburg-Schweinfurt. Nötige mathematische und statistische Grundlagen, die im Laufe des Studiums vorausgesetzt werden, werden in Teil 2 gelegt. Da die Studienanfänger erfahrungsgemäß über sehr unterschiedliche Vorkenntnisse in Betriebswirtschaftslehre verfügen, wird grundlegendes Wissen praxisorientiert im Teil 3, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, vermittelt. Wirtschaften erfolgt in Organisationen, deren Aufbau, Ablauf und Regelmäßigkeiten im gleichnamigen Teil 4 dargestellt und diskutiert werden. Betriebswirtschaftliches Handeln bedeutet immer auch, Verträge abzuschließen, mit denen Beziehungen innerhalb und außerhalb der Organisation geordnet werden. Das nötige Wissen wird in Teil fünf, Wirtschaftsprivatrecht, vermittelt. Verträge werden auf Märkten abgeschlossen, Organisationen sind Marktteilnehmer und insofern ist das Wissen um Regelmäßigkeiten auf Märkten für betriebswirtschaftliches Handeln von Bedeutung, was in Teil sechs, Volkswirtschaftslehre, eingeübt wird. Die Rechtsbeziehungen auf dem Arbeitsmarkt sind im allgemeinen langfristiger Natur, dennoch muss der Arbeitseinsatz den Nachfrageverhältnissen angepasst werden. Probleme und mögliche Lösungen werden in Teil sieben, Arbeitsrecht, erarbeitet. Im vorletzten Teil, der Anwendung betriebswirtschaftlicher Methoden, wird das nötige Wissen zur Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten sowie fortgeschrittene Verfahren der Statistik (schließende Statistik) vermittelt. Heutzutage wird von einem Betriebswirt erwartet, in englischer Sprache kommunizieren zu können. Diesem Zweck dient Teil neun, Wirtschaftsenglisch; die Veranstaltung setzt bereits die bestandene Sprachprüfung voraus.
Modul KGRD Kaufmännische Grundlagen
Das Modul enthält die quantitativ erfassbaren Instrumente, die aus gesetzlicher oder betriebswirtschaftlicher Sicht anzuwenden sind. Die Unternehmen werden gesetzlich zur Buchführung und zur Abgabe von Steuererklärungen verpflichtet. Daher müssen die Vorschriften zur Buchführung und Bilanzierung und zur (materiellen und formellen) Besteuerung vermittelt werden. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sind die Unternehmen zum effizienten Wirtschaften gezwungen, um langfristig erfolgreich zu bleiben. Daher muss der Verbrauch der Produktionsfaktoren in den einzelnen Unternehmensabteilungen durch die Kosten- und Leistungsrechnung überwacht werden. Auf dieser Basis unterstützt das Controlling die unternehmerischen Entscheidungen zur optimalen Gestaltung von kurzfristigen Produktionsprozessen und Absatzprogrammen. Die langfristige Optimierung von unternehmerischen Entscheidungen wird dagegen mit der Investitionsrechnung vorgenommen. Die Beschaffung von Investitionsobjekten setzt ihre Finanzierung voraus, so dass die verschiedenen Formen der Mittelbeschaffung zu erläutern sind.
Modul FBER – Funktionalbereiche
Das Modul Funktionalbereiche vermittelt grundlegende Kenntnisse zu den Themen Personal, Marketing, Operations-Management und Wirtschaftsinformatik. Die Bedeutung der Mitarbeiter als strategischer Wettbewerbsfaktor und die Grundlagen der Menschenführung bilden die Kerninhalte des Funktionalbereiches Personal. Das Fach Marketing vermittelt die grundlegenden Kenntnisse zum Beschaffungsverhalten von Konsumenten und Unternehmen, zur Marketingforschung, zur Entwicklung von Marketingkonzeptionen sowie zur Umsetzung von Marketingstrategien durch die Marketing-Mix-Instrumente. Im Bereich Operations-Management stehen die Anforderungen des Marktes an den Auftragsabwicklungsprozess sowie die Strukturen dieses Prozesses und die konkreten Maßnahmen zur Gestaltung der einzelnen Prozessschritte im Mittelpunkt. Die Vermittlung grundlegender Kenntnisse zur Informationstechnologie, zur Schlüsselstellung der Informationsverarbeitung im Unternehmen und zum effizienten Einsatz von Informationssystemen im Unternehmen sind Inhalt des Funktionalbereiches Wirtschaftsinformatik.
Modul GEMG – General Management
Das Modul General Management enthält die wesentlichen Grundlagen eines betriebswirtschaftlichen Hauptstudiums, die Betriebswirte neben dem Erwerb von Spezialkenntnissen in anderen Fächern, erwerben müssen, um volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge verstehen zu können. In diesem Modul sind zum einen die Angewandte Volkswirtschaftlehre und die Unternehmensführung als wesentliche Elemente enthalten. Die Studierenden müssen lernen, wie und warum volkswirtschaftliche Entscheidungen zustande kommen und wie sich volkswirtschaftliche Zusammenhänge auf Unternehmen auswirken. Daneben müssen die Studenten verstehen, wie der Unternehmensführungsprozess funktioniert, nach welchen Kriterien strategische Unternehmensentscheidungen getroffen und wie im Rahmen eines Unternehmensplanungsprozesses die Zukunft des Unternehmens gestaltet werden kann. Es geht dabei um die Gestaltung der kurzfristigen Zukunft des Unternehmens, aber auch um die Sicherung der Existenz durch langfristige strategische Entscheidungen, die auf einer Analyse von Risiken und Chancen in der Umwelt und von Schwächen und Stärken im Unternehmen beruhen. Ein weiterer Teil des General Management Moduls ermöglicht es den Studierenden, aus verschiedenen Themenbereichen zu wählen. Die Veranstaltungen, aus denen der Student neun Credit Points nachweisen muss, umfassen die Gebiete Finanzmanagement, Veränderungsmanagement, Intercultural Management, Wirtschaftsfranzösisch, Wirtschaftsspanisch, Geschäftsprozessmanagement, ERP-Systeme, Wirtschaftsrecht, Unternehmensethik und Projektmanagement. Ziel dieses Moduls ist es, den Studierenden die Möglichkeit zu geben, neben Ihrem Schwerpunkt ihr Wissen in bestimmten Bereichen zu vertiefen. Sie haben damit die Möglichkeit, durch die Wahl von drei Fächern, die auch durchaus sehr unterschiedlich sein können, ihr Fachwissen zu erweitern und auf ein breiteres betriebswirtschaftliches Fundament zu stellen. So können sich Studenten mit Inhalten, die sie besonders interessieren, intensiver beschäftigen.
Modul SCHWER – Schwerpunkte
Im Studiengang Betriebswirtschaft werden die folgenden Schwerpunkte angeboten.
• Bank-, Finanz- und Investitionswirtschaft
• Financial Services
• Internationale Betriebswirtschaft, International Business
• Logistik
• Marketing
• Organisation und Wirtschaftsinformatik
• Personalmanagement
• Rechnungswesen
• Controlling
• Unternehmensbesteuerung
• Unternehmensentwicklung
Die Studierenden können entsprechend ihren individuellen Neigungen und entsprechend den Anforderungen der Wirtschaft aus zwei Schwerpunktgruppen mit jeweils fünf und sechs Schwerpunktangeboten auswählen. Das bislang eher auf einen generalistischen Wissenserwerb angelegte Studium wird nun mittels der Studienschwerpunkte um eine vertiefende, spezialisierte Komponente erweitert. In Abhängigkeit vom gewählten Studienschwerpunkt kommen dabei vorlesungsintensive, anwendungsbezogene oder interaktive Lehrkonzepte zum Einsatz. Zusammenfassend bereiten die Studienschwerpunkte die Studierenden auf einen nachfolgenden Berufseinstieg in dem Wirtschaftszweig, Fach- oder Funktionalbereich vor, der mit dem jeweiligen Studienschwerpunkt assoziiert wird.
Studenten, die eine stärker generalistische Ausbildung verfolgen, haben die Möglichkeit in einem Studienschwerpunkt auch den Bereich General Management auszuwählen.
Modul AWPF – Allgemeinwissenschaftliche Wahlpflichtfächer
Die allgemeinwissenschaftlichen Wahlfächer für den Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaft werden von der Fakultät Allgemeinwissenschaften angeboten.
Jedes Semester wird ein Angebotskatalog veröffentlicht, aus dem die Studierenden insgesamt Veranstaltungen im Umfang von 6 CP erfolgreich zu absolvieren haben.
Modul FVER – Fachbezogene Vertiefung
Das Modul besteht aus den folgenden Veranstaltungen:
• Zwei Seminaren
• Zwei praxisbegleitende Lehrveranstaltungen
• Fachpraktikum
• Fachbezogene Wahlpflichtfächer
Das Ziel des Moduls ist es, den Studierenden die Möglichkeit zu geben, ihr Wissen
Spezialgebieten gezielt zu vertiefen. Es wird empfohlen, dass das Fachpraktikum an
Wahl des Studienschwerpunktes (vgl. Modul SCHWER – Schwerpunkte) ausgerichtet
wird. Eine praxisbegleitende Lehrveranstaltung (PRAV – Vorbereitung auf das Praktikum)
bereitet die Studierenden auf das Praktikum vor, die andere (PRAR – Reflektion über
das Praktikum) arbeitet mit den Studierenden die Erlebnisse und den Verlauf des Praktikums
auf. Für die Seminare wird jedes Semester ein Katalog veröffentlicht. Die Studierenden
melden sich zu den Veranstaltungen elektronisch an. Die Anmeldung ist verbindlich. Für die fachbezogenen Wahlpflichtfächer (FWPF) wird jedes Semester ein Angebotskatalog veröffentlicht, aus dem die Studierenden insgesamt Veranstaltungen im Umfang von 12 CP erfolgreich zu absolvieren haben. Die Anmeldung erfolgt ebenfalls elektronisch und ist verbindlich.